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Monate nach der Trennung: Was wirklich in seinem Kopf vorgeht

Monate nach der Trennung: Was wirklich in seinem Kopf vorgeht

Kommt bei Männern wirklich der Aha-Moment erst Monate später?

Es ist kein Geheimnis, dass Frauen und Männer mit Gefühlen recht unterschiedlich umgehen. Dazu gehören eben auch all die Emotionen, die nach einer Trennung in uns aufkommen.

Doch während du endlich dein Herz geheilt hast, wieder Fuß gefasst hast und dein Leben lebst, kommt er plötzlich auf ganz andere Gedanken.

In ihm scheint es erst jetzt, Monate später, anzufangen zu brodeln.

Wieso, weshalb, warum?

Was geht in seinem Kopf vor, und wie sieht überhaupt das Denkverhalten eines Mannes nach einer Trennung aus?

Genau dieser Frage möchte ich in diesem Artikel auf den Grund gehen. 

Also, meine Liebste, setz dich hin, schnall dich an, denn es wird eine verrückte Fahrt durch die Nach-Trennungsphasen eines Mannes!

Phase 1: Befreiung – „Endlich Single, juhu!“

Der Stress, der Streit, die Diskussionen – nach einer solchen Trennung fühlt sich Herr Mann befreit.

Während du wahrscheinlich noch Tage oder wochenlang am Grübeln bist, ist er von allen Lasten und schweren Gedanken befreit.

Und genau das möchte er jetzt auch genießen.

Er stürzt sich mit voller Kraft ins Leben, ohne wirklich darüber nachzudenken, was das für ihn bedeutet.

Klingt unfair? Kann gut sein, doch was er nicht weiß, ist, dass diese „glückliche“ Phase nicht für immer dauern wird.

Seine Gedanken sind jetzt jedoch wo ganz anders:

„Boah, endlich kein Drama mehr!“

„Ich kann tun und lassen, was ich will.“

„Single sein ist eigentlich gar nicht so schlecht.“

Yup, so in etwa hören sie sich in der ersten Phase an.

Party, Hobbys, Kumpels – der Spaß kennt kein Ende. Oder doch?

Spoiler-Alert: Ja, der Spaß wird enden, und zwar gewaltig!

Phase 2: Die Vermissens-Lücke

Irgendwann ist jede Party vorbei – so auch seine.

Wenn sich die Emotionen gelegt haben, er einfach mal die Sau rausgelassen hat und von dem ganzen Hin und Her müde geworden ist, merkt er, dass auf einmal alles anders ist.

Zum ersten Mal hört er die Stille in eurem Zimmer, zum ersten Mal merkt er, dass sein Bett ohne dich irgendwie leer ist.

Es ist alles anders ohne dich. Es ist niemand da, der ihm am Morgen den Rücken krault, es ist niemand da, um ihm einen Gute-Nacht-Kuss zu geben und mit dem er über Trash-TV lachen kann.

Deine Anwesenheit löst zum ersten Mal eine Leere in ihm aus.

Seine Gedanken kreisen wie verrückt um ein Thema – und das bist eben du:

„Warum fühlt sich das alles so leer an?“

„Ich vermisse ihre Nachrichten morgens.“

„Keiner lacht über meine dummen Witze so wie sie.“

Die Frage ist jedoch, was er nun tut.

Jeder von uns ist eben anders gestrickt, so auch dein Ex-Freund.

Entweder er sucht den Kontakt zu dir oder er macht mit seiner Ablenkungsmasche weiter, bis sie erfolgreich beendet ist.

Falls er versucht, dich zu kontaktieren, liegt alles in deinen Händen. Du entscheidest, wie und ob du wieder mit ihm kommunizieren möchtest.

Ein ausschließlich freundschaftliches Gespräch? Würdest du ihm wieder näherkommen nach eurer Trennung, vielleicht sogar ihm eine zweite Chance geben?

Das alles sind Dinge, mit denen du dir jetzt schon im Reinen sein solltest.

Phase 3: Die große Realisation

Und da ist sie – die berühmte 3-Monats-Marke oder etwas später. 

Plötzlich fängt er an, alte Fotos durchzuscrollen. Erinnerungen tauchen auf. Dein Lachen, deine Art, wie du ihn immer motiviert hast, wie du für ihn da warst.

Ja, der Trennungsschmerz und die echte Realisation treten jetzt erst richtig ein. Er ist an dem Punkt angekommen, mit dem du gerade abgeschlossen hast.

Erst nach Monaten wird er realisieren, was für einen Fehler er gemacht hat.

Du bist einzigartig, gefühlvoll, geduldig und besonders – all das sieht er aber leider viel zu spät ein.

Die Gedanken eines Mannes in dieser Phase hören sich ungefähr so an:

„War die Trennung wirklich die beste Entscheidung?“

„Ich hätte sie besser behandeln sollen.“

„Ob sie wohl jemand Neues hat?“

Und plötzlich ist sie da – die Nachricht von deinem Ex. Was sollst du jetzt tun und, vor allem, was solltest du niemals tun, wenn dir ein Ex schreibt?

Auf jeden Fall nicht in Panik geraten, aber auch nicht schon bei dem ersten „Wie geht’s?“ dein Herz ausschütten.

Geh das Ganze langsam an und taste dich vorsichtig heran, um rechtzeitig seine Absichten zu erkennen.

Phase 4: Und du?

Was ihn jetzt besonders interessiert, ist natürlich, was in dir vorgeht.

Hast du die gleichen Gedanken, vermisst du seine Anwesenheit, oder bist du nun in einer ganz anderen Dimension des Glücks?

Was besonders am Ego deines Exes knabbert, ist natürlich die Frage, ob du einen neuen hast.

Es wird ihm keine Ruhe lassen, bis er nicht jedes einzelne Detail herausgefunden hat.

Egal ob über gemeinsame Freunde, deine Profile auf sozialen Medien oder eben auch die direkte Nachfrage bei dir.

Er muss einfach wissen, wo er in deinen Augen steht.

Wenn er merkt, dass du ohne ihn weitergezogen bist, wird er nervös.

Du fragst dich, warum? Na ja, die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Er hat Angst, dass er zu lange gebraucht oder gewartet hat und diese Tür nun für immer geschlossen ist.

Was sagst du – „Na endlich!“ oder „Pech für ihn!“? Die Antwort kennst nur du und dein Herz.

Ist er es wert, ihm noch eine Chance zu geben, oder möchtest du ohne ihn dein Glück verfolgen? Es gibt keine falschen Antworten.

Das Einzige, das ich dir ans Herz legen würde, ist, deine Antwort nicht vorschnell und unüberlegt zu geben.

Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um eine Entscheidung zu treffen, hinter der du ganz fest stehst. Lass dich dabei nicht unter Druck setzen oder überrumpeln.

Wenn er monatelang ohne dich leben konnte, was sind dann noch ein paar Tage oder Wochen?