Neid ist eine der sieben Todsünden. Wie weit darf man aber beim Beneiden gehen? Was ist Neid und was Beneiden?

Bereits im Kleinkindalter, sei es im Kindergarten oder in der Schule, kommen die ersten Formen von Beneiden auf uns zu.

Neider sind die Art von Menschen, die eine starke Eifersucht auf andere ausstrahlen. Sie können mit gewissen Erfolgen eines anderen Menschen nicht umgehen.

In der Schule sind es oft die schulischen Erfolge oder sportlichen Leistungen die neidische Emotionen hervorrufen.

“Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das”, sagte bereits Wilhelm Busch.

Eine eifersüchtige Brünette tröstet einen Freund

Kinder sollten schon in jungen Jahren lernen, mit diesem Gefühl des Neides umzugehen und trotzdem ihre Beziehungen zu anderen Menschen pflegen.

Im Erwachsenenalter kann die Missgunst untereinander zunehmen und stärkere Formen annehmen, wie z.B. Schadenfreude oder aktive Beteilung bzw. Schuld am Misserfolg von anderen.

Dieses Verhalten kann sich auch schlecht auf die eigene Persönlichkeit auswirken, indem es auch ein schlechtes Bild auf uns wirft.

Wer sich ehrlich für einen anderen freuen kann, zeigt wahre Größe!

Außerdem spiegelt Neid nur uns selbst wieder – indem wir auf jemand anderen eifersüchtig sind oder ihn um seinen Erfolg beneiden, zeigen wir, dass wir mit unserem eigenen Leben und unseren Erfolgen unzufrieden sind.

eine sehr eifersüchtige Frau mittleren Alters

Daher sollten wir uns in erster Linie auf uns selbst konzentrieren und an uns selbst arbeiten.

Das berühmte Sprichwort von Arthur Schopenhauer besagt “Kein Hass ist so unversöhnlich wie der Neid.”

Was im übertragenen Sinne heißen soll, dass man mit der Missgunst äußerst vorsichtig umgehen muss und das eigene menschliche Umfeld stets im Auge behalten sollte.

Wer gut selektieren kann und sich nicht schwer tut, die neidischen Blicke, Verhaltensweisen und zahlreichen Sprüche zu ignorieren, kommt auch gut mit Neidern aus.

Man sollte ihre neidischen Kommentare mit Humor nehmen und sie als Bestärkung betrachten, weil Neid als aufrichtigste Form der Anerkennung interpretiert werden kann.

Hier findest du einige Sprichwörter über Neid und das Beneiden, die dich zum Nachdenken bringen werden.

ein Mädchen, das auf ein verliebtes Paar eifersüchtig ist

Genauer gesagt, sind das nicht nur Sprichwörter, sondern wahre Lebensweisheiten, die man sich zu Herzen nehmen und versuchen sollte, sie in seinem Leben vernünftig umzusetzen.

Viel Spaß beim Stöbern!

  • Neid ist dem Menschen natürlich, dennoch ist er ein Laster und ein Unglück zugleich. – Arthur Schopenhauer
  • Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung. – Wilhelm Busch
  • Neid zu fühlen ist menschlich, Schadenfreude zu genießen teuflisch. – Arthur Schopenhauer
  • Neid löst ebenso viele Zungen, wie die Bewunderung erstarren lässt. – Francis Bacon

eifersüchtiges Mädchen, das den Handy ihres Freundes betrachtet

  • Um Neid ist keiner zu beneiden. – Wilhelm Busch
  • Neid kriecht nicht in leere Scheunen. – Deutsches Sprichwort
  • Die Neider sterben wohl, doch nimmermehr der Neid. – Molière
  • Besser Neid, als Mitleid. – Unbekannter Autor
  • Der Hass ist ein aktives Missvergnügen, der Neid ein passives; deshalb darf man sich nicht wundern, wenn der Neid so schnell in Hass übergeht. – Johann Wolfgang von Goethe
  • Jeder Mensch von Genie hat seine Verleumder. – Edgar Allan Poe

eifersüchtige Studentinnen kommentieren glückliches Mädchen

  • Bevor du einen Menschen beneidest, frage dich, ob du wirklich von ganzem Herzen und in jeder Beziehung an seiner Stelle sein möchtest! – Karl May
  • Neider verfolgen Hochgesinde/Hohe Berg überwehen Winde. – Unbekannter Autor
  • Wir mögen es keinem gerne gönnen, dass er was kann, was wir nicht können. – Wilhelm Busch
  • Es ist das Zeichen einer außerordentlichen Leistung, dass selbst die größten Neider sie loben müssen. – François de La Rochefoucauld
  • Neid und Eifersucht sind die Schamteile der menschlichen Seele.- Friedrich Nietzsche
  • Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten. – Oscar Wilde
  • Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen. – Robert Lembke
  • Neid ist die ehrlichste Art der Schmeichelei. – Wilkie Collins
  • Neid schlägt sich selbst. – Unbekannter Autor
  • Wer nicht den Neid ertragen kann, muss auch den Ruhm nicht wollen. – Ernst Raupach

Frauen kommentieren einen zufälligen Durchgang

  • Neider sind Lichtputzen, die andern ihr Licht ausputzen. – Unbekannter Autor
  • Der Neid frisst seinen eigenen Herrn. – Unbekannter Autor
  • Die Tochter des Neides ist die Verleumdung. – Giacomo Casanova
  • Andere neidlos Erfolge erringen zu sehen, nach denen man selbst strebt, ist Größe. – Marie von Ebner-Eschenbach
  • Der Neidische wird ärmer, wenn er andere reicher werden sieht. – Friedrich Hebbel
  • Wer Neider hat, hat Brot, wer keine hat, hat Not. – Jeremias Gotthelf
  • Man tadelt oft den Lasterhaften, weil man ihn beneidet. – Wilhelm Busch
  • Der Neid ist die Betrübnis über das Wohlergehen des Nächsten, daher verlassen weder Kummer noch Missmut den Neidischen.” – Basilius der Große
  • Der schweigende Neid wächst im Schweigen. – Friedrich Nietzsche
  • Wir sind alle im Grunde neidisch, aber indem wir unseren Neid bezwingen, bessern wir uns.” – James Boswell
  • Gewinn anderer wird fast wie Verlust empfunden. – Wilhelm Busch

ein Kollege bei der Arbeit, der auf einen Kollegen eifersüchtig ist

  • Geht der Wagen wohl, so hängt sich der Neid daran. – Unbekannter Autor
  • Der Mensch ist zu vielem fähig, um Liebe zu erringen, er ist zu allem fähig, um Neid zu erwecken. – Mark Twain
  • Wo das Glück einkehrt, klopft auch der Neid an. – Unbekannter Autor
  • Die Dummheit hat viele Kinder, männliche und weibliche, den Neid und den Geiz, die Lüge und die Selbstsucht, den Zorn und die Bosheit. – August Lämmle
  • Glück und Ehre haben Neid zum Gefährten. – Unbekannter Autor
  • Die größte Genossenschaft ist die Neidgenossenschaft. – Helmut Qualtinger
  • Denn überall, wo größere Hoffnungen sind, da findet auch heftigerer Neid statt, gefährlicherer Hass und heimtückischere Eifersucht. – Lukian von Samosta

das Mädchen hört uninteressiert zu, was ihre Freundin sagt

Wir Menschen sind vom Leistungsdruck umgeben. Wir wollen uns etwas selbst beweisen und besser als die Anderen wirken. Werden wir beneidet, werden wir ehrgeiziger, eifriger und ambitiöser.

Fremdes Tun, das zum Erfolgt führt, motiviert uns zum aktiven, fleißigen, aber auch oft zum ruhmsüchtigen und machtgierigen Streben nach permanenter Aufmerksamkeit.

Diese beständige Aufmerksamkeit ist die höchste Form der Anerkennung, die wir uns von unseren Mitmenschen wünschen.

  • Die Ehrgeizigen haben mehr Neigung zum Neid als die, welche vom Ehrgeiz frei sind. – Aristoteles

Rivalen, die Hallo sagen

  • Die Menschen tun viel, um geliebt zu werden. Alles aber setzen sie daran, beneidet zu werden. – Mark Twain

Seien wir ehrlich. Es ist menschlich beneidet zu werden.

Dieses Gefühl der Aufmerksamkeit und Wertschätzung genießen wir in vollen Zügen und wir mögen es, wenn auch nur für kurze Zeit, im Mittelpunkt zu stehen und als beneidete Person die positiven Emotionen auf uns wirken zu lassen.

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