Der Mythos der offenen Beziehung. Wir alle haben davon gehört, aber nur wenige haben sich getraut, ihn wirklich zu erleben.
Und genau an diesem Punkt bist du jetzt angekommen. Doch ist es auch wirklich das Richtige für dich?
Wird dir diese Art der Beziehung das geben, wonach du suchst? Würdest du sie aus eigenen Wünschen eingehen oder dem Druck deines Partners nachgeben?
Bist du aus den richtigen Gründen in einer offenen Beziehung?
Ist sie wirklich das, was du willst?
Leider habe ich keinen magischen Zauberstab, der dir sofort Antworten liefert. Aber ich kann dir einen kleinen Einblick in die Realität geben, die dich in einer solchen Beziehung erwartet.
Bist du auf die folgenden Dinge vorbereitet? Wenn ja, dann bist du auch für eine offene Beziehung bereit!
1. Du musst bereit sein zu teilen
In einer offenen Beziehung kann man nicht am Partner klammern und ihn nur für sich wollen. Man muss bereit sein, dabei zuzusehen, wie er seine Unabhängigkeit und Freiheit erkundet.
Entscheidest du dich also für eine offene Beziehung, musst du bereit sein, dich mit der Idee anzufreunden, dass du deinen Partner mit anderen Frauen teilst.
Eine Exklusivität in der Beziehung ist nur dann zu erwarten, wenn ihr bestimmte Regeln aufsetzt.
Beispielsweise könnte eure Wohnung ein exklusiver Ort nur für euch zwei und euer Bett, ein Rückzugsort nur für euch beide sein.
2. Du musst Selbstbewusstsein aufbringen
Erwischst du dich selbst dabei, wie du immer wieder eure ganze Beziehung, das Vertrauen und die Liebe zwischen euch hinterfragst, dann ist Polygamie in der Beziehung vielleicht nicht wirklich eine gute Option für dich.
In einer offenen Beziehung muss man nämlich nicht nur an die gemeinsame Beziehung und den Partner glauben, sondern auch an sich selbst.
Man muss selbstsicher sein, den eigenen Wert kennen und sich nicht so schnell verunsichern lassen.
Ist man nämlich selbst nicht sicher, wie man zu sich selbst und dem ganzen Thema offene Beziehung überhaupt steht, steuert man auf eine Katastrophe zu.
Du musst dir an das, was du glaubst, ganz sicher sein. Sei im Reinen mit all deinen Gefühlen, so komisch, schwer oder unerwartet sie auch sind.
Nimm dir Zeit, dich in dieser neuen Rolle wieder neu kennenzulernen und zu sehen, ob du sie überhaupt spielen möchtest.
Das kannst du mir glauben.
3. Ihr müsst zusammen im gleichen Boot sitzen (ohne ein Krümmel Zweifel!)
Eine offene Beziehung kann nur dann klappen, wenn es auch beide Partner wollen. Ja, du hast richtig gelesen!
Du solltest dich niemals auf solch ein Experiment einlassen, nur um es dem Partner recht zu machen.
Auch dann nicht, wenn es in deinen Augen ein Liebesbeweis ist. Damit tust du weder dir noch ihm oder eurer Beziehung einen Gefallen.
Bevor ihr eine offene Beziehung startet, müssen alle Karten wie auch Gefühle offen auf den Tisch gelegt werden. Ohne eine ehrliche Kommunikation wird das ganze nicht gut enden.
Doch das ist weiterhin keine Garantie, dass alles perfekt klappen wird. Es ist jedoch einer der wichtigsten Schritte, um eine offene Beziehung zu erhalten.
4. Du musst Erwartungen und Realität trennen
Viele Menschen haben bestimmte Erwartungen und Vorstellungen, wenn es um eine offene Beziehung geht.
Leider erleben sie auch selten ein unschönes Erwachen, wenn diese mit der Realität nicht übereinstimmen.
Denkst du also über eine offene Beziehung mit deinem Partner nach, dann hast du zugleich einiges zu bedenken.
Macht dich Idee, dass dein Partner mit jemandem anderen Geschlechtsverkehr oder innige Momente erlebt, verrückt, dann ist das ein großes Warnzeichen.
Eine offene Beziehung ist nämlich nicht immer nur Spaß und Halligalli. Auch wenn du jetzt nur an dich und deine Bedürfnisse denkst.
Wie wird es dir wohl gehen, wenn dein Partner sich plötzlich für eine andere Frau schick macht und das Haus verlässt?
All das sind Dinge, die du nicht aus den Augen verlieren und definitiv deinen Erwartungen anpassen solltest.
5. Eifersucht muss für euch beide ein Fremdwort sein
Eifersucht und eine offene Beziehung sind wie Eis und Feuer. Die beiden passen einfach nicht zusammen.
Wenn ihr jetzt schon immer wieder wegen Eifersucht aneinander geratet, wird eine offene Beziehung das Fass zum Überlaufen bringen.
Falls dich der Gedanke an deinen Partner mit einer anderen Frau beunruhigt, ist das ein großes Red Flag.
Das Gleiche gilt natürlich auch für ihn! Wenn er jetzt schon rumzickt, wenn du abends mit deinen Mädels ausgehst und dich richtig schick machst, was wird dann erst passieren, wenn du auf ein Date gehst?
Eifersucht ist bei solch großen Entscheidungen und Veränderungen in eurer Beziehung ein absolutes No-Go!
6. Ihr müsst beide nicht-monogam sein
Ich kann dir jetzt schon sagen, dass eine offene Beziehung niemals funktionieren wird, wenn ihr beide nicht die gleiche Einstellung dazu habt.
Bist du monogam, dein Partner aber glaubt nicht daran, und ihr geht trotzdem eine offene Beziehung ein, wirst du nur mit einem gebrochenen Herzen zurückbleiben.
Gehe niemals eine solche Beziehung ein, wenn du daran zweifelst. Wenn du ausschließlich monogam sein möchtest, mache das deinem Partner klar.
Setze dich nicht unter Druck und gehe die offene Beziehung nicht nur ein, weil dein Partner es möchte. Vielleicht ist er dann einfach nicht der Richtige für dich, da ihr offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen von einer Beziehung habt.
Wenn es um Monogamie und Polygamie geht, müsst ihr gleicher Meinung sein. Wenn das nicht der Fall ist, steuert ihr auf eine Katastrophe zu.
Das ist definitiv das wichtigste Thema, das ihr beide besprechen müsst, bevor ihr so einen großen Schritt macht.