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10 grausame Dinge, die Frauen von Männern nicht hören wollen

10 grausame Dinge, die Frauen von Männern nicht hören wollen

Vorwürfe über das Aussehen, die Kleidung, Zweifel an den weiblichen Fähigkeiten und klischeehafte Aussagen über Geschlechterstereotypen sind Dinge, denen jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben begegnet ist. 

Und zwar vorwiegend von Männern.

Es gibt Aussagen, die Frauen einfach nicht mehr hören wollen und die im 21. Jahrhundert überhaupt nicht mehr zur Sprache kommen sollten.

Deshalb stelle ich hier die häufigsten Aussagen vor, die Frauen einfach nicht hören wollen.

Keine Frau möchte sich diese 10 Sätze anhören

Hunderte von Frauen sind jeden Tag sexistischen Bemerkungen und Verhaltensweisen ausgesetzt. 

Diskriminierung, Sexismus, Mansplaining, Manterruption und dergleichen können Teil des Alltags einer Frau am Arbeitsplatz, in der Gesellschaft und sogar in ihrer Beziehung sein. 

Statistiken aus dem Jahr 2020 besagen, dass 68 % der Frauen im Alter von 16 bis 24 Jahren schon einmal Opfer von Sexismus waren. 

Dank der Entwicklung des Feminismus und des Aufkommens der MeToo-Bewegung stieg der Prozentsatz der gemeldeten Sexualstraftaten (1), was Frauen endlich den Raum gab, offen über ihre Erfahrungen mit dem Thema zu sprechen. 

Aber auch ohne schwere sexuelle Vergehen werden Frauen täglich mit stereotypen, sexistischen Aussagen konfrontiert, die ihnen die Haare zu Berge stehen lassen.

Wir haben unsere Leserinnen nach den meistgehassten Sätzen gefragt, die sie von den Männern um sie herum hören. 

Ich habe einige der häufigsten und interessantesten herausgesucht und Recherchen durchgeführt – also Männer, passt auf und lernt! 

Egal, ob es sich um eure Partnerin, Arbeitskollegin oder sonst eine Frau in eurem Leben handelt, keine Frau möchte diese Sätze hören.

1. Warum bist du so nervös? Hast du deine Tage? 

Versuche, Frauen zu verstehen, anstatt sie zu kritisieren

Ein Satz, der häufig an Frauen gerichtet wird, wenn sie in irgendeiner Form Frustration, Nervosität, Meinungsverschiedenheiten mit einem Mann oder einfach schlechte Laune zeigen. 

Obwohl es durchaus wissenschaftlich erwiesen ist, dass Frauen mit PMS oder PMDD durch den niedrigen Östrogengehalt eher negative Stimmung, Trauer, Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit aufweisen (2), ist diese Formulierung immer noch sehr sexistisch. 

Es sollte nicht als Grund dafür verwendet werden, dass eine Frau nicht lächelt, fröhlich oder gut gelaunt ist, denn niemand kann das ständig tun. 

Die Periode und das prämenstruelle Syndrom sollten nicht tabuisiert, sondern als natürlicher Teil der menschlichen Biologie diskutiert und akzeptiert werden. 

Frauen würden sich besser fühlen, wenn Männer zu diesem Thema besser informiert wären und verstehen würden, dass solche Aussagen völlig unangebracht sind.

2. Du verstehst das sicher nicht, das ist ‘ne Männersache.

Hör auf anzunehmen, dass Frauen etwas nicht verstehen

Das Verständnis einer Frau einzuschränken, nur weil etwas in der Gesellschaft als “Männersache” abgestempelt wird, ist für Frauen eine alltägliche Situation. 

Autofahren, Fußball, Ingenieurwesen, IT und ähnliche “Männerberufe” werden zum Beispiel als Dinge verstanden, von denen eine Frau keine Ahnung hat oder in denen sie schlecht ist. Hallo, Mansplaining

Ob man etwas weiß oder nicht weiß, hängt nicht vom Geschlecht ab, sondern wird durch Interesse oder Desinteresse definiert. 

Anstatt also zu sagen, dass eine Frau etwas nicht verstehen wird, weil es eine Männersache ist, sollte man sich zunächst fragen, ob die Frau überhaupt daran interessiert ist.

3. Entspann dich doch mal! 

Die Gefühle von Frauen sind berechtigt, also hör auf, ihnen zu sagen, sie sollen sich beruhigen

Mach aus einer Mücke keinen Elefanten, entspann dich ein bisschen und komm runter. Wie viele von uns haben das schon bei einem Streit oder einer Diskussion mit einem Mann gehört?

In einem Streit mit meinem damaligen Freund habe ich versucht, ihm zu erklären, dass mich einige Dinge, die er tut, stören und mich aus dem Takt bringen. Dinge, die er ohne Rücksicht auf meine Gefühle immer wiederholte. 

Alles, was er sagen konnte, war: Entspann dich, du machst dir nur zu viele Gedanken – Typisches Gaslighting.

Obwohl es nicht immer so sein muss, lässt sich keine Frau gerne von einem Mann sagen, dass sie “zu viel nachdenkt” und “sich entspannen muss”. 

Man sollte stattdessen nach den Gründen für ihr Verhalten suchen, versuchen, eine normale Kommunikation zu erreichen, und natürlich ihre Gefühle in Anspruch nehmen.

4. Du nörgelst einfach die ganze Zeit

Kommuniziere mit den Frauen, anstatt sie des Nörgelns zu beschuldigen

Ich weiß, dass es frustrierend sein kann, wenn der Partner unzufrieden zu sein scheint, aber es gibt eine bessere Art und Weise, das zu kommunizieren. 

Besonders in einem Streit, wenn die Frau versucht, ihrem Partner einige Dinge zu erklären oder auf ein Problem hinzuweisen, und er sich mit diesem Satz verteidigt, ist es einfach nur unangebracht.

Wenn die Frau Vorwürfe macht, gibt es wahrscheinlich einen Grund dafür. Deshalb ist es notwendig, das Problem an der Wurzel zu packen und es auf freundliche Weise zu kommunizieren.

5. Was gibt’s zum Essen? 

Erwarte nicht, dass Frauen die ganze Hausarbeit machen

Wird eigentlich immer noch erwartet, dass nur Frauen in die Küche gehören? 

Laut einer Studie aus dem Jahr 2014 haben sich die Klischees über die Geschlechterrollen von vor 30 Jahren bis heute nicht allzu sehr verändert (3). 

Viele Männer denken immer noch, dass die Hausarbeit Frauensache ist. 

Sie erwarten dies daher von ihren Partnerinnen, was bei den meisten Frauen zu Frustration führt. 

Die Zeit von Schneewittchen und Aschenputtel ist längst vorbei, also sollten auch Meinungen, dass es die Aufgabe der Frau sei, den Haushalt alleine zu bewältigen, der Vergangenheit angehören.

6. Du musst auch mal wieder richtig durchgevögelt werden

Frauen haben das Recht, ihre Meinung zu sagen

Nachdem sich eine 25-jährige Frau zu einem Thema geäußert hatte, das nicht mit der Meinung ihres Arbeitskollegen übereinstimmte, erhielt sie diese Aussage von ihm.

Die gleichen Kommentare sieht auch Nicole Schöndorfer auf ihrem Twitter-Feed, wenn sie als Frau über politische Themen im Internet schreibt, Sexismus kritisiert oder patriarchale Gesellschaftsstrukturen anprangert. 

Nur weil sie eine Frau ist und es “wagt”, ihre Meinung zu äußern, geben sich Männer das Recht, sie in die Schranken zu weisen. Und zwar auf die beleidigende Art und Weise. 

Auf solche Äußerungen sollte man auf jeden Fall reagieren und sie melden, vor allem wenn sie am Arbeitsplatz passieren.

7. Lächel doch mal 

Hör auf, Frauen zu sagen, sie sollen lächeln

Das Interview nach dem Sieg bei den US Open, in dem Serena Williams von einem Reporter gefragt wird, warum sie nicht lächelt, ging viral. Sie antwortete einfach, sie wäre müde.

Aber die Angewohnheit, Frauen zu sagen: “Lächle doch mal” ist nicht gerade selten. 

Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass von Frauen erwartet wird, wie ein Sonnenstrahl zu sein, der einen Raum erhellen muss, wenn sie ihn betreten. 

“Glückliche Mädchen sind die hübschesten Mädchen.” Hmm, vielleicht, aber hat sich schon mal jemand gefragt, auf welche Weise sie glücklich sind? 

Glücklich in dem Sinne, dass sie ein falsches Lächeln aufsetzen, während sie innerlich zerbrechen? 

Glücklich in dem Sinne, dass sie die Umgebung angenehmer machen, weil niemand ein finsteres Gesicht sehen will? Die Frage ist, warum wird Männern nicht das Gleiche gesagt?

In einer Studie gaben 56 % der Frauen an, von Männern in der Öffentlichkeit gesagt bekommen zu lächeln, während 37 % von ihnen bestätigten, das Gleiche am Arbeitsplatz zu erleben. 

Anstatt einer Frau zu sagen, sie solle lächeln, sollte man sie also lieber fragen, wie es ihr geht, ob sie etwas braucht, oder einfach nicht erwarten, dass sie 24 / 7 lacht. 

8. Verhalte dich, wie eine Dame  

Hör auf, Frauen vorzuschreiben, wie sie sich zu verhalten haben

Sich wie eine Dame verhalten. Wie verhält sich eine Dame und was meint man damit? 

Rosa Kleider mit Blumen tragen? Lächeln? Bedeutet es, dass ein Mädchen/eine Frau sich anständig benehmen muss? Höflich und freundlich sein?

Aber warum haben Höflichkeit und Freundlichkeit überhaupt etwas mit dem Geschlecht zu tun? Müssten wir nicht alle so sein? 

Auf jeden Fall ist es beleidigend und Teil der typischen Geschlechterbeschreibung, dass bestimmte Verhaltensweisen und Fähigkeiten nur für ein Geschlecht charakteristisch sind. (4) 

Abgesehen davon wird oft der Vergleich verwendet, etwas “wie eine Frau, wie ein Mädchen” zu tun, was impliziert, dass Frauen schwächer sind und manche Dinge nicht so gut können wie Männer. 

Und das kommt nicht unbedingt von Männern, sondern auch von anderen Frauen. 

Mütter können so etwas oft zu ihren Töchtern sagen, aber das ist definitiv keine Aussage, die eine Frau hören möchte.

9. Warum bist du so sensibel? 

Hör auf, Frauen zu sagen, sie sollen ihre Gefühle ignorieren

Es gibt Phasen im Leben, in denen wir sensibler sind und auf bestimmte Dinge empfindlicher reagieren. 

Ob Stress oder Trauma, sie können uns emotionaler machen. Bei manchen ist es sogar Teil ihrer Persönlichkeit, das heißt, sie sind hochsensibel

Sie nehmen sich die Dinge zu Herzen und kommen schlecht mit Stress, Traurigkeit, Problemen und dergleichen zurecht. Der Satz beziehungsweise die Frage, die jede Frau hasst, lautet jedoch: “Warum bist du so sensibel?” Vor allem in Situationen, in denen die andere Person etwas getan hat, das sie wirklich verletzt hat, ist dieser Satz einfach nur unangebracht. 

Für sensible und empfindsame Menschen ist es das Schlimmste, was sie hören können. Emotionen sind ein Teil von uns, und wir dürfen sie nicht ignorieren. 

Besonders schmerzhaft ist es, wenn uns ein geliebter Mensch sagt, dass er uns für zu sensibel hält, weil wir geweint haben, wütend oder traurig waren. 

Stattdessen sollte man mit der Person sprechen und herausfinden, was die Ursache dafür ist. 

10. Ist der Rock nicht ein bisschen zu kurz? 

Hör auf, Frauen vorzuschreiben, was sie tragen sollen

Kommentare zum Aussehen im Sinne von “zu kurzer Rock, zu tiefes Dekolleté, zu enges Shirt” gehören zu den sexistischen Kommentaren, aber auch zum Slut-Shaming-Trend, dem Frauen ausgesetzt sind. 

Hey, ich habe dich gerade draußen gesehen mit deinem geilen kurzen Rock!” sagte mein Vorgesetzter einmal zu mir nach einem Meeting. Dies erzählt eine Leserin von Zeit.de über ihre Erfahrungen damit am Arbeitsplatz. 

Sie sagt, sie hatte einen normalen weiten knielangen Rock mit blickdichter Strumpfhose an. Aber nicht nur am Arbeitsplatz bekommen Frauen solche Dinge zu hören. 

In Beziehungen ist es auch oft so, dass der Partner sich daran stört, wie sich die Frau kleidet, aus Eifersucht oder anderen Gründen.

Wie sich eine Frau anzieht, ist ihre Entscheidung und ihre Sache. Es gibt immer Möglichkeiten, etwas mitzuteilen, was nicht als gut empfunden wird. 

Alles ist besser als passiv-aggressive Fragen, durch die sich eine Frau gedemütigt und erniedrigt fühlt.

Fazit

Von Demütigungen bis hin zu Bemerkungen über das Aussehen – jede Frau scheint mindestens einmal auf klischeehafte chauvinistische Bemerkungen gestoßen zu sein. 

Diese 10 Beispiele sind nur die Spitze des Eisbergs, denn es gibt noch viele mehr. 

Fragen zu Kindern, Heirat, Gehältern und Ähnlichem fallen ebenfalls in diese Kategorie, sind aber eher gesellschaftsbezogen und stammen nicht unbedingt nur von Männern.

Auf jeden Fall sollte man wissen, wie man einen kühlen Kopf bewahrt und rechtzeitig auf solche Aussagen reagiert.

Liebe Damen, schützt euch rechtzeitig vor toxischer Männlichkeit und lasst euch von niemandem in eurem Selbstvertrauen erschüttern. 

Und liebe Männer, lasst diese Aussagen nicht Teil eurer Sprache sein, denn das kann man doch viel besser, oder? <3 

P.S. Und wenn ihr so etwas von einem anderen Mann hört, seht nicht einfach darüber hinweg, sondern weist ihn doch freundlich darauf hin, ebenfalls mal über seine Aussagen und Einstellungen nachzudenken.

Ihr Weg verwendet ausschließlich von Fachleuten geprüfte Studien und vertrauenswürdige Quellen, um sicherzustellen, dass unsere Inhalte wahrheitsgemäß, korrekt und zuverlässig sind.

1. Levy, R., and Mattsson, M., (2022) The Effects of Social Movements: Evidence from #MeToo. SSRN

2. Wu M., Liang, Y., Wang, Q., Zhao, Y., Zhou, R. (2016) Emotion Dysregulation of Women with Premenstrual Syndrome. Scientific Reports.

3. Haines, E. L., Deaux, K., und Lofaro, N. (2016). The Times They Are a-Changing … or Are They Not? A Comparison of Gender Stereotypes, 1983–2014. Psychology of Women Quarterly

4. Weatherall, A. (2015). Sexism in Language and Talk-in-Interaction. Journal of Language and Social Psychology.

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