frau schwarz weiss

Ich hoffe immer noch, dass wir am Ende wieder zusammenfinden

Manchmal frage ich mich, wann genau wir uns verloren haben. 

Ob es ein einziger Moment war, der alles verändert hat, oder viele kleine Dinge, die sich leise zwischen uns geschoben haben, bis wir uns irgendwann nicht mehr erkannt haben.

Früher war alles so klar. Du und ich, das war kein Zweifel, kein Zögern, kein „Vielleicht“. 

Es war einfach da. Dieses Gefühl, angekommen zu sein. Dieses sichere Wissen, dass man nicht mehr suchen muss, weil man gefunden hat.

Und jetzt sitze ich hier, mit all den Erinnerungen, die sich nicht einfach ausblenden lassen. Mit Gedanken, die immer wieder zu dir zurückkehren, egal wie sehr ich versuche, nach vorne zu schauen. 

Ich habe so oft versucht, mir einzureden, dass es vorbei ist. Dass wir unsere Chance hatten und sie nicht genutzt haben.

Aber tief in mir gibt es diesen einen leisen, hartnäckigen Gedanken, der einfach nicht verschwinden will:

Dass das nicht unser Ende war.

Dass wir uns irgendwann wiederfinden.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie es sich mit dir angefühlt hat

frau mit langen haaren sitzt

Es war nicht perfekt. Aber es war echt.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum es mich bis heute nicht loslässt.

Ich erinnere mich an die kleinen Dinge, die für niemanden sonst eine Bedeutung haben, aber für mich alles waren. 

Wie du meinen Namen gesagt hast. Wie du mich angesehen hast, wenn ich geredet habe, als würdest du wirklich zuhören, nicht nur warten, bis ich fertig bin.

Mit dir war es leicht. Nicht immer einfach, aber leicht.

Ich musste mich nicht verstellen, nicht anpassen, nicht überlegen, ob ich „zu viel“ bin. Ich war einfach ich. Mit all meinen Unsicherheiten, meinen Gedanken, meiner Art zu fühlen.

Und du bist geblieben. Zumindest eine Zeit lang.

Ich erinnere mich daran, wie sicher ich mich gefühlt habe. 

Wie ich dachte, dass egal was passiert, wir das gemeinsam schaffen würden. Dass wir stärker sind als alles, was von außen kommt.

Vielleicht war das naiv. Vielleicht war es zu viel Hoffnung. Aber es war echt.

Und genau deshalb ist es so schwer, loszulassen. Weil ich weiß, wie sich „richtig“ anfühlt.

Ich tue so, als hätte ich dich losgelassen aber die Wahrheit ist eine andere

frau sieht durch ein fenster

Ich habe gelernt, nach außen stark zu wirken.

Ich lache. Ich gehe raus. Ich rede mit Menschen. Ich mache weiter, als wäre nichts gewesen. Für alle anderen sieht es vielleicht so aus, als hätte ich dich hinter mir gelassen.

Aber die Wahrheit ist eine ganz andere. Es gibt diese Momente, die mich unvorbereitet treffen.

Ein Lied, das plötzlich im Radio läuft. Ein Geruch. Ein Ort, an dem wir zusammen waren. Oder einfach nur ein Gedanke, der sich leise einschleicht, wenn es um mich herum still wird.

Und plötzlich bist du wieder da. Nicht wirklich, aber genug, um alles wieder zu fühlen.

Ich frage mich dann, ob du auch manchmal an mich denkst.

Ob du dich erinnerst, so wie ich mich erinnere. Ob es für dich auch schwer war. Oder ob ich die Einzige bin, die noch festhält an etwas, das längst vorbei ist.

Ich habe gelernt, ohne dich zu leben. Aber ich habe nie gelernt, dich nicht mehr zu lieben.

Und vielleicht ist genau das der Teil, den ich niemandem zeige. 

Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt für uns

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Das ist der Gedanke, an den ich mich festhalte, wenn alles andere zu wehtut.

Vielleicht waren wir einfach zu früh.

Vielleicht waren wir beide noch nicht da, wo wir hätten sein müssen, um uns wirklich zu halten. Vielleicht hatten wir noch zu viel Angst, zu viele alte Wunden, zu viele Dinge, die wir erst alleine verstehen mussten.

Ich denke oft darüber nach, was gewesen wäre, wenn wir uns später kennengelernt hätten. Wenn wir schon gewusst hätten, was wir heute wissen. Wenn wir ruhiger gewesen wären, sicherer, klarer.

Vielleicht hätten wir uns dann nicht verloren.

Ich weiß, dass wir Fehler gemacht haben. Ich weiß, dass ich Dinge hätte anders machen können. Dass ich manchmal zu viel gefühlt habe oder genau das Falsche gesagt habe.

Aber Liebe ist nie perfekt. Und wir waren es auch nicht.

Trotzdem fühlt es sich nicht an, als wäre das alles einfach nur vorbei. Es fühlt sich an wie etwas, das unterbrochen wurde.

Nicht beendet.

Ich habe Angst, dass du irgendwann jemand anderen liebst

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Das ist der Gedanke, den ich am liebsten vermeiden würde. Der, der mich manchmal nachts wach hält.

Dass du eines Tages jemandem begegnest, der dich glücklich macht.

Dass du lachst, so wie wir zusammen gelacht haben.

Dass du all das, was wir hatten, einfach neu erlebst, mit jemand anderem.

Und ich werde nie erfahren, wie es mit uns hätte weitergehen können.

Ich stelle mir vor, wie du jemand anderen ansiehst. Wie du sie so behandelst, wie du mich behandelt hast. Vielleicht sogar besser, weil du jetzt mehr weißt, mehr verstanden hast.

Und dieser Gedanke tut weh.

Nicht, weil ich dir dein Glück nicht gönne. Sondern weil ich mir gewünscht habe, dass ich dieses Glück bin.

Dass wir es sind.

Es ist schwer zu akzeptieren, dass man für jemanden vielleicht nicht die „für immer“-Person war, obwohl es sich so angefühlt hat.

Und trotzdem… kann ich diesen Gedanken nicht ganz loslassen, dass es noch nicht vorbei ist.

Und trotzdem hoffe ich, dass wir uns wiederfinden

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Vielleicht nicht jetzt.

Vielleicht nicht bald.

Aber irgendwann.

Wenn das Leben uns beide an einen Punkt bringt, an dem wir bereit sind.

Wenn wir verstanden haben, was wir damals nicht konnten.

Wenn wir gelernt haben, was wir hätten wissen müssen, um uns zu halten.

Ich stelle mir manchmal vor, wie es wäre, dich wiederzusehen.

Ohne Wut. Ohne Schmerz. Einfach nur zwei Menschen, die sich anschauen und merken, dass da noch etwas ist.

Etwas, das nie ganz verschwunden ist. Vielleicht reden wir dann anders miteinander. Ruhiger. Ehrlicher. Offener. Vielleicht verstehen wir uns endlich so, wie wir es damals nicht konnten.

Ich weiß nicht, ob das realistisch ist.

Ich weiß nicht, ob das jemals passieren wird.

Aber ich weiß, dass sich manche Verbindungen nicht einfach auflösen.

Dass es Menschen gibt, die dich verändern, die dich begleiten, auch wenn sie nicht mehr da sind. Und dass manche Gefühle nicht verschwinden, sie werden nur leiser.

Du warst nie nur ein Kapitel für mich. Du warst ein Teil von mir.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich immer noch hoffe. Nicht laut. Nicht verzweifelt.

Sondern leise, irgendwo tief in mir.

Dass wir uns eines Tages wiedersehen … und merken, dass wir uns nie wirklich verloren haben.

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