Wege wie Narzissten dich dazu bringen dich fuer ihre Fehler zu entschuldigen

7 Wege, wie Narzissten dich dazu bringen, dich für ihre Fehler zu entschuldigen

Wir sind alle nur Menschen. Und jeder von uns macht Fehler. Außer dem Narzissten natürlich. Ironie? So was von.

Auch wenn sich der Narzisst am liebsten als den makellosen, perfekten Menschen darstellt, ist er davon Lichtjahre entfernt. 

Denn ob er es glauben will oder nicht: Auch der Narzisst macht Fehler. Viele sogar.

Doch was ihm noch schwerer fällt, als Fehler zu machen, ist, Verantwortung dafür zu übernehmen. Und irgendwer muss sie tragen. Wenn er es nicht tut – dann bist eben du dran.

Hast du dich schon einmal dabei ertappt, dass du dich für seine Fehler entschuldigst?

Wurdest du schon so verdreht, dass die Schuld plötzlich komplett bei dir lag, während er sich innerlich die Hände wusch und weitermachte wie immer?

Ja. So sieht das Leben mit einem Narzissten aus.

Und genau deshalb schauen wir uns jetzt die 7 Wege an, mit denen Narzissten es schaffen, dass du dich für ihre Fehler entschuldigst – oft leise, oft subtil, oft so geschickt, dass du es erst viel zu spät merkst.

1. Er dreht die Situation so lange, bis du an dir selbst zweifelst

Am Anfang weißt du noch genau, was passiert ist.

Du hast etwas angesprochen. Ein Problem. Einen Moment, in dem er unfair, verletzend oder respektlos war.

Der Moment des Gaslightings kommt zu seinem Höhepunkt und dann wird alles anders. 

Das Spiel beginnt:

Er widerspricht dir.

Er stellt Details infrage.

Er erinnert sich „ganz anders“.

Plötzlich bist du dir nicht mehr sicher, ob du übertreibst. Ob du vielleicht zu empfindlich warst. Ob du etwas falsch verstanden hast. 

Und während du noch versuchst, deine Wahrnehmung zu sortieren, sagt er den Satz, der alles kippt:

„Du siehst das völlig falsch.“

Und auf einmal entschuldigst du dich – nicht, weil du überzeugt bist, sondern weil du Frieden willst. Weil du Klarheit willst. Weil du aufhören willst, an dir selbst zu zweifeln.

Und schon hat der Narzisst dich genau dort, wo er dich haben wollte. Er hat nichts falsch gemacht und du bist wieder die Schuldtragende. So schnell kann es gehen. 

2. Er spielt das Opfer – und du wirst automatisch zur Schuldigen

Narzissten sind erstaunlich gut darin, sich selbst als Opfer darzustellen. Selbst dann – oder gerade dann – wenn sie eindeutig den Fehler gemacht haben.

Du sprichst an, dass er dich verletzt hat. Er reagiert gekränkt. Oder traurig. Oder wütend.

Und plötzlich geht es nicht mehr um dein Gefühl, sondern um seins.

Er fühlt sich angegriffen. Missverstanden. Ungerecht behandelt. Und ehe du dich versiehst, bist du damit beschäftigt, ihn zu trösten, anstatt über dein ursprüngliches Anliegen zu sprechen.

Am Ende sagst du Dinge wie:

„So habe ich das nicht gemeint.“

„Tut mir leid, dass ich dich verletzt habe.“

Während sein Fehler komplett unter den Tisch fällt.

3. Er macht aus deiner Reaktion das eigentliche Problem

Der Narzisst hat etwas getan, das nicht okay war. Aber darüber wird kaum gesprochen.

 Stattdessen fokussiert er sich auf deine Reaktion.

Warum bist du so emotional?

Warum wirst du laut?

Warum kannst du das nicht ruhig sagen?

Plötzlich geht es nicht mehr darum, was passiert ist, sondern wie du darauf reagiert hast. Und genau hier liegt der Trick.

Denn ja – vielleicht warst du verletzt. Vielleicht hast du geweint. Vielleicht warst du wütend. Und genau das nutzt er, um die Verantwortung umzudrehen.

Und was passiert? Du fühlst dich schnell, du hinterfragst alles, was du gesagt oder getan hast. Plötzlich seid ihr beide mit dir statt mit ihm beschäftigt. 

Am Ende entschuldigst du dich für deinen Ton, deine Worte, deine Gefühle – während sein Verhalten unkommentiert bleibt.

4. Er relativiert seinen Fehler, bis er harmlos wirkt

„So schlimm war das doch nicht.“

„Jetzt stell dich nicht so an.“

„Das machen doch alle.“

Narzissten lieben es, ihre Fehler kleinzureden. Nicht zu leugnen – das wäre zu offensichtlich. Sondern zu relativieren. Seine Macht schwindet, wenn er schlecht da steht, also tut er alles, um es zu verhindern.

Und während du noch versuchst zu erklären, warum es für dich eben doch schlimm war, wirst du langsam unsicher. 

Vielleicht übertreibst du ja wirklich. Vielleicht bist du zu sensibel. Vielleicht solltest du lockerer sein.

Und ehe du dich versiehst, entschuldigst du dich dafür, dass du „zu viel daraus gemacht hast“.

Nicht, weil dein Gefühl falsch war. Sondern weil er es klein genug gemacht hat.

5. Er lenkt vom Thema ab, bis du müde wirst

Eine weitere beliebte Taktik: Ablenkung.

Du sprichst einen konkreten Fehler an und plötzlich geht es um alles andere. Alte Themen. Andere Konflikte. Deine angeblichen Schwächen. Deine Vergangenheit.

Das Gespräch wird lang. Anstrengend. Zäh.

Und irgendwann bist du einfach nur noch müde. Du willst nicht mehr diskutieren. Nicht mehr erklären. Nicht mehr kämpfen.

Also sagst du: „Okay, tut mir leid.“

Nicht, weil das Problem gelöst ist – sondern weil du erschöpft bist. Nicht, weil du dichs chuldig fühlst, sondern weil er deine Energie geraubt hat.

6. Er benutzt Liebe oder Nähe als Druckmittel

Manchmal ist es keine offene Manipulation, sondern etwas viel Leiseres.

Er zieht sich zurück. Wird kühl. Distanzierter. Ignoriert dich. 

Und du spürst: Etwas stimmt nicht.

Also gehst du auf ihn zu. Fragst nach. Versöhnst dich. Entschuldigst dich, obwohl du eigentlich verletzt warst.

Narzissten wissen genau, wie sehr Nähe für dich bedeutet. Und sie wissen, dass du bereit bist, Schuld auf dich zu nehmen, wenn es dafür wieder warm, ruhig und vertraut wird.

So wird Entschuldigung zur Eintrittskarte für Harmonie.

7. Er gewöhnt dich daran, immer die Verantwortung zu tragen

Der vielleicht gefährlichste Weg ist der schleichendste.

Am Anfang entschuldigst du dich nur manchmal. Dann öfter. Dann fast immer.

Und irgendwann ist es ganz normal geworden, dass du automatisch bei dir suchst, wenn etwas schiefgeht. Du hinterfragst dich. Deine Worte. Deine Reaktionen. Deine Bedürfnisse.

Während er sich bequem zurücklehnt – frei von Verantwortung.

Nicht, weil du schwach bist.

Sondern weil du gelernt hast, dass Frieden nur dann möglich ist, wenn du dich selbst zurücknimmst.

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