Aussagen von Maennern die nur einem Zweck dienen

6 Aussagen von Männern, die nur einem Zweck dienen

Seine Worte gehen runter wie Honig. Seine Versprechen sind Musik für deine Ohren. Er sagt genau die richtigen Dinge und drückt immer wieder die perfekten Knöpfe.

Und plötzlich sitzt du da und denkst: Wow. Genau so habe ich mir das immer gewünscht.

Und sorry – ich hasse es wirklich, der Spielverderber zu sein. Aber bevor du ihm DAS gibst, eine Zukunft mit ihm planst und schon innerlich die Namen eurer zukünftigen Kinder ausprobierst, ist es meine Pflicht, dir eine kurze, aber dringend nötige kalte Dusche zu verpassen.

Ja, ich möchte auch, dass er dein Prinz auf dem weißen Pferd ist. Wirklich. Aber leider müssen wir auf dem Weg dorthin oft einige Frösche küssen. 

Und wenn ein Mann einfach zu perfekt wirkt, um wahr zu sein, dann lohnt es sich manchmal, genauer hinzuschauen.

Denn ja – es kann sein, dass er dir etwas vormacht, um genau das zu bekommen, wonach er eigentlich sucht.

Wenn er dir die folgenden Aussagen macht, dann könnten sie weniger romantisch sein, als sie klingen. Und genau hier fällt oft die Maske.

1. „Ich habe noch nie so etwas gefühlt wie mit dir“

Ach ja. Dieser Satz. Der Klassiker unter den Klassikern. 

Er schaut dich dabei tief an, senkt vielleicht sogar ein bisschen die Stimme – und du fühlst dich plötzlich wie die Hauptdarstellerin eines Liebesfilms. 

Für einen kurzen Moment scheint alles möglich, alles besonders, alles schicksalhaft.

Das Problem: Dieser Satz kommt oft sehr früh. Zu früh. Bevor er dich wirklich kennt. Bevor er weiß, wie du mit Stress umgehst, wie du streitest oder wie dein Alltag aussieht. 

Er kennt die romantische Version von dir, nicht die echte, komplette. Manchmal fühlt sich das weniger nach Liebe an – und mehr nach emotionalem Turbo oder Love Bombing.

Dieser Satz erzeugt Nähe, noch bevor sie gewachsen ist. Er überspringt Schritte, die eigentlich wichtig wären, um Vertrauen aufzubauen. Und genau das kann gefährlich werden, weil du emotional schneller investierst als er.

Natürlich kann es echte Gefühle geben. Aber wenn große Worte schneller kommen als echte Taten, dann lohnt sich Vorsicht. 

Denn starke Gefühle lassen sich leicht behaupten – echte Verbindung zeigt sich erst mit der Zeit. Und die kann man nicht beschleunigen, egal wie schön es klingt.

2. „Ich bin eigentlich kein Typ für sowas, aber bei dir ist alles anders“

Oh, dieser Satz schmeichelt. Sehr sogar. Denn er macht aus dir etwas Besonderes. Die Ausnahme. Die Frau, die alles verändert. Und wer möchte nicht gern die sein, bei der plötzlich alles anders ist?

Doch genau hier liegt der Haken. Denn oft ist dieser Satz weniger romantisch als bequem. Er entschuldigt fehlende Verbindlichkeit schon im Voraus.

Nach dem Motto: Ich würde ja mehr geben, aber ich bin halt so.

Er legt damit die Verantwortung subtil bei dir ab. Wenn es nicht klappt, warst du eben doch nicht „anders genug“. 

Gleichzeitig erlaubt er sich, nichts Konkretes zusagen zu müssen.

Wenn jemand dir gleich zu Beginn sagt, dass er eigentlich nichts Festes will – es aber bei dir angeblich anders ist -, dann hör genau hin. Manchmal bleibt am Ende nur der erste Teil dieses Satzes wahr. Und der zweite war nur das Zuckerpapier drumherum.

3. „Lass uns einfach schauen, wohin das führt“

Klingt entspannt. Reif. Offen. Und erstmal völlig harmlos. Schließlich will man ja nichts erzwingen, oder?

Doch dieser Satz ist oft ein wunderschön verpacktes Ich will mir alle Optionen offenhalten.

Natürlich ist es okay, Dinge langsam anzugehen. Nicht jede Geschichte muss sofort definiert werden. Aber wenn dieser Satz immer wieder kommt, sobald du Klarheit suchst, dann dient er nicht mehr der Ruhe – sondern der Vermeidung.7

Es ist der Satz, der Nähe erlaubt, aber Verantwortung verhindert.

Denn während du vielleicht hoffst, dass sich etwas entwickelt, genießt er einfach den Moment. Ohne Verpflichtung. Ohne Verantwortung.

Und DAS bekommt er sehr bequem. Du gibst Emotionen, Zeit und Energie – er gibt Unverbindlichkeit. Und nennt es Freiheit.

4. „Ich mag keine Labels, das setzt mich unter Druck“

Ah ja. Labels. Diese angeblich furchtbar schweren Worte wie Beziehung, Freundin oder wir.

Interessanterweise setzen sie fast immer nur ihn unter Druck – nie dich. Du sollst entspannt bleiben, während du gleichzeitig in einer Situation lebst, die für dich völlig unklar ist.

Dieser Satz klingt nach Selbstschutz, ist aber oft ein klares Zeichen dafür, dass er genau weiß, was er nicht will. Nämlich Verantwortung.

Denn „keine Labels“ heißt in der Praxis oft: keine Erwartungen, keine Verpflichtung, keine Rechenschaft. 

Er will die Vorteile einer Beziehung, ohne den Namen dafür zu tragen. Und falls du irgendwann verletzt bist, kann er sagen: Wir haben doch nie was Festes gesagt.

Denn ein Mann, der wirklich bei dir sein möchte, hat selten Angst vor Worten. Er hat höchstens Angst davor, dich zu verlieren.

Wenn Nähe da ist, aber Verbindlichkeit ständig vermieden wird, dann stimmt das Gleichgewicht nicht. Und das solltest du ernst nehmen. Denn du verdienst Klarheit, nicht nur romantische Momente zwischen zwei Fragezeichen.

5. „Du bist nicht wie die anderen Frauen“

Kurz innehalten. Tief durchatmen.

Denn dieser Satz ist weniger Kompliment, als er klingt. Er klingt schmeichelhaft, aber er trägt oft einen kleinen Haken im Gepäck.

Er hebt dich hoch – indem er andere Frauen abwertet. Und oft dient er nur einem Zweck: dich emotional enger an ihn zu binden.

Denn wer möchte schon „wie die anderen“ sein, wenn man angeblich einzigartig ist? 

Genau so entsteht dieses stille Bedürfnis, diese Rolle auch zu behalten. Du passt dich an, schluckst mehr runter, willst nicht „kompliziert“ wirken – damit du weiter die Ausnahme bleibst.

Und dann wird’s perfide: Sobald du Grenzen setzt, Erwartungen hast oder Klarheit willst, wirst du plötzlich doch „wie alle anderen“.

Und dann verliert dieser Satz sehr schnell seine Magie. Was bleibt, ist das Gefühl, dass du erst ideal bist, solange du wenig brauchst. Und das ist keine Liebe – das ist ein Filter.

6. „Vertrau mir“

Dieser Satz kommt häufig dann, wenn Vertrauen eigentlich durch Taten entstehen müsste.

Er wird gesagt, wenn Fragen unbequem werden oder wenn du ein ungutes Gefühl hast. Und statt dir Sicherheit zu geben, sollst du einfach… glauben.

Echtes Vertrauen muss man nicht einfordern. Es wächst. Natürlich.

Wenn jemand ständig darum bittet, ihm zu vertrauen, ohne dir echte Sicherheit zu geben, dann stimmt etwas nicht. 

Oft ist „Vertrau mir“ dann eher ein Stoppschild für deine Fragen als eine Einladung zu echter Nähe.

Denn Vertrauen entsteht nicht durch Worte – sondern durch Verlässlichkeit. Und genau die fehlt oft, wenn dieser Satz zu häufig fällt.

Wenn du ständig beruhigt werden musst, statt dich von selbst sicher zu fühlen, ist das ein Zeichen. Liebe fühlt sich nicht wie Ratespiel an – sie fühlt sich wie Ankommen an.

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